Die legendäre „Roaring Kitty“ schlägt wieder zu an der Börse
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Eine kryptische Nachricht von „Roaring Kitty“ auf der Social-Media-Plattform X hat dafür gesorgt, dass sowohl eine Aktie als auch ein Memecoin stark in die Höhe geschossen sind.
Roaring Kitty sorgt für Kursanstiege mit kryptischer Nachricht
Gestern postete der Nutzer „Roaring Kitty“ nach langer Zeit wieder eine kryptische Nachricht. Die Person hinter dem Benutzernamen ist Keith Gill. Ein Mann, der von vielen als die treibende Kraft hinter dem gigantischen Anstieg der GameStop-Aktie gesehen wird. In der Nachricht ist lediglich ein bearbeitetes Cover des Time-Magazins von 2006 zu sehen, ohne weitere Erklärung.
Die Nachricht sorgte dafür, dass die Aktien von GameStop und AMC sowie der Memecoin GameStop (GME) in die Höhe schossen. So stieg der Kurs der GameStop-Aktie um ganze 16 Prozent. Laut der Website Nasdaq Trader führte die zunehmende Volatilität sogar dazu, dass der Handel mit der Aktie vorübergehend gestoppt wurde.
Inzwischen hat sich der Kurs etwas korrigiert und die Stabilität scheint zurückgekehrt zu sein. Derzeit wechselt die Aktie für einen Preis von gut 28 Dollar den Besitzer.
Auch die Aktie der Kinokette AMC Entertainment profitierte von der geheimnisvollen Nachricht. Während des Handelstages nach der Nachricht schoss der Kurs um 12 Prozent auf einen Preis von 5,55 Dollar nach oben. Kurz nach dem Höhepunkt fiel der Kurs direkt wieder ab und bewegt sich nun unter dem wichtigen Preisniveau von 5 Dollar.
Memecoin profitiert maximal von neuem Post
Im Gegensatz zum relativ bescheidenen Anstieg der Aktien schoss der Memecoin GameStop um etwa 72 Prozent in die Höhe. Obwohl der Memecoin keine offiziellen Verbindungen zu dem amerikanischen Unternehmen hat, reagiert die Münze oft, wenn Roaring Kitty von sich hören lässt.
Nach dem explosiven Wachstum korrigierte sich der Preis anschließend wieder etwas. Trotzdem gelingt es, einen Teil des Anstiegs zu behalten. Derzeit schwankt der Preis der Münze zwischen 0,0265 Dollar und 0,0270 Dollar.
Gerichtsverfahren gegen Keith Gill
Im Sommer dieses Jahres wurde der Mann hinter dem X-Account noch vor Gericht geladen wegen seines Einflusses auf den Preis der GameStop-Aktie. Die klagende Partei in dem Gerichtsverfahren war der Meinung, dass Gill seinen Einfluss in den sozialen Medien nutzte, um einen sogenannten „Pump and Dump“ durchzuführen.
Dabei wird eine Aktie oder Kryptomünze oft stark gehypt, woraufhin viele Privatanleger einsteigen. Sobald der Kurs hoch genug steht, verkauft der Großaktionär und macht sich mit dem Geld davon. Der Kurs bricht dadurch vollständig ein, wodurch Investoren mit nahezu wertlosen Besitztümern zurückbleiben.
Der Fall endete schließlich im Sande, da der Kläger beschloss, drei Tage nach der Einreichung sein Verfahren zurückzuziehen. Juristische Experten hatten dies bereits erwartet, da sie den Fall von vornherein für aussichtslos hielten.