
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Am vergangenen Dienstag erlebte der Kryptomarkt einen deutlichen Einbruch. Bitcoin (BTC) fiel um tausende Dollar und viele Altcoins folgten diesem Trend. Trotz einer früheren Erholung heute zeigt Bitcoin am Nachmittag wieder Schwächen. Laut aktuellen Daten und Analyst Andre Dragosch wurde der Tiefpunkt jedoch bereits erreicht.
Krypto-Crash
Für viele Krypto-Investoren war der vergangene Dienstag ein Schock. Der gesamte Kryptomarkt erlebte einen starken Einbruch und färbte sich rot. Die gesamte Krypto Marktkapitalisierung schwankte knapp über 2,7 Billionen Dollar.
Verglichen mit dem Höchststand im Dezember 2024 ist dies fast eine Billion Dollar niedriger. Jetzt zeigen verschiedene Daten, dass der Ausverkauf am Dienstag einen lokalen Tiefpunkt markiert hat. Obwohl Bitcoin (BTC) heute den Kampf um den Boden noch nicht gewonnen hat.
Analyst sieht geringere Wahrscheinlichkeit für weiteren Rückgang
Andre Dragosch, Forschungsleiter bei Bitpanda Europe, stellt fest, dass das Marktsentiment rund um Krypto auf dem niedrigsten Niveau seit August angelangt ist. Dies bedeutet, dass Anleger im Allgemeinen ziemlich negativ gegenüber dem Markt eingestellt sind.
Das negative Sentiment wurde zuvor während des Abbaus des Yen-Carry Trade beobachtet. Dies ist eine Handelsstrategie, bei der Investoren in japanischen Yen (der einen niedrigen Zinssatz hat) leihen und dieses Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investieren. Als diese Strategie zurückgefahren wurde (Politikänderung durch Zinserhöhung), erreichte Bitcoin einen Tiefpunkt bei etwa 49.000 Dollar.
Dennoch ist dies laut Dragosch ein positives Signal für Bitcoin. Das negative Sentiment ist so stark, dass es darauf hindeutet, dass die meisten Verkäufe bereits stattgefunden haben. Verschiedene On-Chain-Daten und Derivate zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer größerer Rückgänge gering ist.
Keine größeren Verluste mehr?
Am vergangenen Dienstag verloren Anleger etwa 1,8 Milliarden Dollar, der größte realisierte Verlust an einem Tag seit August. Während des Yen-Carry-Trade-Ereignisses verloren Investoren sogar 3,2 Milliarden Dollar an realisierten Verlusten.
Weiterhin zeigen Daten von Glassnode, dass Kurzzeit-Anleger (Investoren, die Bitcoin weniger als 155 Tage besitzen) 43.600 BTC mit Verlust an die Kryptobörsen geschickt haben. Auch dies ist das höchste Niveau seit 2024.
All diese Daten zeigen, dass sich möglicherweise ein Boden gebildet hat. Derzeit testet Bitcoin erneut den Boden bei etwa 85.000 Dollar, zeigt aber eine explosive Erholung auf über 87.000 Dollar. Möglicherweise deutet dies darauf hin, dass Bitcoin sich einem wichtigen Wendepunkt nähert.