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Das Vertrauen in die Wirtschaft unter amerikanischen Jugendlichen der Gen Z, auch Generation Z genannt, nimmt rasant ab. Dies zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Statistiken und ihrem veränderten Konsumverhalten, sondern auch in einer sehr wichtigen Säule: Memes. Virale Memes in sozialen Medien tragen enorm zu einem sinkenden Vertrauen in die Wirtschaft unter Gen Z’lern bei. Was steckt dahinter?
Soziale Medien und Memes als wirtschaftlicher Gradmesser
Das amerikanische Pew Research Center definiert diese Generation als Personen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Dies sind somit Jugendliche zwischen 28 und 13 Jahren. Laut CNBC erhält diese Gruppe ihre Informationen über den Zustand der Wirtschaft hauptsächlich über soziale Medien und Memes, die auf diesen Medienkanälen geteilt werden.
Auf Plattformen wie TikTok und Instagram kursieren zahlreiche Beiträge über Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und den schwierigen Arbeitsmarkt. Memes, die eine Wirtschaftskrise vorhersagen, erhalten hunderttausende Views und Likes. Die Sorgen, die in den Memes geäußert werden, werden offensichtlich von der Generation Z massenhaft wiedererkannt.
Auch das Konsumverhalten der Gen Z spiegelt diese Unsicherheit wider. Second-Hand-Plattformen wie Depop und Vinted gewinnen an Popularität, Jugendliche sparen bei Luxusausgaben wie Maniküre, und immer mehr Unternehmen bieten „Buy-now-pay-later“-Optionen an, sogar für wesentliche Einkäufe wie Lebensmittel. Diese Trends deuten darauf hin, dass viele Jugendliche bereits finanzielle Engpässe erleben.
Darüber hinaus entscheiden sich Gen Z’ler häufiger für eine Investition in Krypto wie Bitcoin (BTC) als in Aktien. Das Interesse an spekulativen Vermögenswerten anstelle etablierter Investitionsoptionen zeigt auch einen Bruch zwischen dieser Generation und den Generationen darüber, die sich für sicherere Optionen entscheiden.
Sinkendes Vertrauen, gemischte wirtschaftliche Signale
Obwohl das Sentiment unter Jugendlichen düster ist, zeigen offizielle Zahlen ein gemischtes Bild. Im September sank das amerikanische Verbrauchervertrauen auf 98,7 Punkte, aber einen Monat später stieg es wieder auf 108,7 Punkte, den höchsten Stand seit neun Monaten. Dies zeigt, dass die wirtschaftliche Wahrnehmung stark von Altersgruppe und persönlichen Umständen abhängt.
Dennoch bleibt Gen Z skeptisch bezüglich ihrer finanziellen Zukunft. Die hohen Studienschulden, steigenden Mietpreise und ein unsicherer Arbeitsmarkt machen es für viele schwierig, optimistisch zu bleiben. Zudem scheinen traditionelle wirtschaftliche Erholungsmaßnahmen weniger Wirkung auf Jugendliche zu haben, die sich mehr von ihren eigenen Erfahrungen und sozialen Medien leiten lassen als von offiziellen Statistiken.
Das sinkende Vertrauen unter Generation Z kann langfristig Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Wenn Jugendliche weiterhin sparen und weniger investieren, kann dies das Wachstum verlangsamen. Unternehmen und politische Entscheidungsträger müssen daher durchaus ernsthaft auf die Sorgen dieser Generation hören und auf ihre Bedürfnisse eingehen, wie mehr bezahlbaren Wohnraum und bessere Arbeitsbedingungen.