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Die Spannungen zwischen technologischen Innovationen und strikten Regulierungen in China erreichen möglicherweise einen Wendepunkt. Der Generaldirektor von Hashkey Capital, Chao Deng, führte kürzlich ein wichtiges Interview mit CNBC. Darin erklärte er, dass China sich intensiver mit Kryptowährungen auseinandersetzt und möglicherweise seine Haltung zu digitalen Währungen überdenkt.
Die erfolgreiche Umsetzung eines regulatorischen Rahmens in Hongkong wird dabei als entscheidender Faktor angesehen. Obwohl Kryptotransaktionen seit 2021 in China verboten sind, hat die Regierung die Nutzung von Blockchain-Technologie genehmigt.
Hongkong als Testfeld für Krypto und mehr
Hashkey Capital verfügt über einen börsengehandelten Fonds (ETF) in Hongkong. Laut Generaldirektor Deng nutzt China den Markt von Hongkong als Experimentierfeld für neue finanzielle und technologische Innovationen. Hongkong wird häufig als Labor für Chinas Experimente eingesetzt.
Diese Situation ist durch das einzigartige Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ möglich, das Hongkong Freiheiten gewährt, die auf dem chinesischen Festland nicht existieren. Dengs Beobachtungen zeigen, dass ernsthafte Diskussionen über eine mögliche Lockerung der Kryptoregulierung innerhalb des getesteten Rahmens in Hongkong stattfinden.
Perspektivwechsel nach US-Wahlen
Bis 2013 war China das Zentrum für Krypto-Handel und Mining-Aktivitäten. Bevor China 2013 Bitcoin (BTC) verbot, machte der Yuan 80 % aller Krypto-Transaktionen aus. Eine überraschende Wendung im geopolitischen Kontext ergab sich mit der Wahl von Donald Trump im Jahr 2024. Seiner Ansicht nach war Trump ein einflussreicher Faktor für Chinas Haltung gegenüber Kryptowährungen.
Die neue US-Regierung scheint einen klareren regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen zu fördern. Ein transparenter Rahmen gibt Finanzinstituten und Investoren mehr Vertrauen. Trumps Politik scheint daher einen entscheidenden Einfluss auf den chinesischen Ansatz gehabt zu haben.
Im Januar wurde unter der Rubrik „Regierung und Regulierung“ berichtet, dass China strengere Vorschriften erlassen hat. Dennoch scheint China seine Haltung von Anti-Krypto hin zu einer bedingten Zulassung von Kryptotransaktionen zu ändern. Obwohl die Zentralbank Chinas Kryptowährungen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt, haben die Regulierungsbehörden keine formelle Gesetzgebung erlassen, die sie vollständig verbietet.
Änderung der Regulierung?
Yifan He, Generaldirektor von Red Date Technology, hat ebenfalls seine Ansichten zur zukünftigen Ausrichtung der chinesischen Krypto-Politik geteilt. Er sieht eine beträchtliche Chance, dass die strengen finanziellen Beschränkungen innerhalb von drei Jahren aufgehoben werden könnten. Regulierungsbehörden diskutieren über den Bitcoin-Preis und sind der Meinung, dass sie diesbezüglich mehr Forschung betreiben sollten.
Dieser Optimismus wird durch die erfolgreiche Implementierung von Vorschriften für digitale Vermögenswerte in Hongkong gestützt. Die Entwicklungen in Hongkong und internationale Einflüsse haben das Potenzial, die Finanzlandschaft in China grundlegend zu verändern.